Was sich direkt belegen lässt, darf bleiben. Was nur indirekt wirkt, zeitversetzt sichtbar wird oder mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt, gerät unter Rechtfertigungsdruck.
Deine Website als Vertriebstool mit Sogwirkung: Worauf es beim Relaunch ankommt
Eine gut aufbereitetet Website unterstützt Vertrieb und Marketing gleichermaßen und ist in der heutigen – immer digitaler werdenden Welt, unabdingbar. Das gilt natürlich insbesondere für IT und Tech Unternehmen, die als Pioniere zu verstehen sind, wenn es um Digitalisierung geht. Dennoch wird die eigene Website oft stiefmütterlich behandelt.
Eine gut aufbereitete Website unterstützt Vertrieb und Marketing gleichermaßen und ist in der heutigen, immer digitaler werdenden Welt unabdingbar. Das gilt natürlich insbesondere für IT und Tech Unternehmen, die als Pioniere zu verstehen sind, wenn es um Digitalisierung geht. Dennoch wird die eigene Website oft stiefmütterlich behandelt. Zu groß ist der Spagat zwischen Vertrieb, Consulting und Marketing und erst der Aufwand, eine Agentur zu diesen komplexen Prozessen zu briefen. Ein Weg voller Stolpersteine.
Kurz gesagt:
Eine Website wird dann zum Vertriebstool, wenn sie Interessenten vorqualifiziert statt nur zu informieren. Dazu braucht sie drei Dinge: verständlich formulierten Nutzen statt Feature-Listen, einen durchdachten Weg vom Einstieg bis zur Anfrage und Auswertung dessen, was Besucher tatsächlich tun. Ein reines Re-Design liefert davon nichts, weil es nur die Optik anfasst.
Oberflächlich betrachtet sind Websites aus der IT- und Tech-Branche häufig extrem technisch und inhaltlich komplex gestaltet. Sie sind nicht genügend auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet. Unternehmen konzentrieren sich oft zu sehr auf technische Funktionen und Features ihrer Produkte oder Dienstleistung und vernachlässigen dabei die Benutzerfreundlichkeit und das Design der Website.
Die Auswirkungen? Die Website ist für potenzielle Kunden schwer zu verstehen und zu navigieren, was zu einer hohen Absprungrate und einer geringen Konversionsrate führen kann.
Komplexität und mangelnde Kundenorientierung bei Websites von IT Unternehmen ist also ein Faktor. Tieferliegend ergeben sich daraus aber noch eine Reihe schwerwiegendere Probleme:
- Keine replizierbaren, planbaren Leads,
- mangelnde Automatisierung im digitalen Vertriebsprozess,
- manuelle Leadgenerierung,
- hohe Kosten der Leadgenerierung durch Zeitaufwand und Salesmitarbeiter.
Eine erfolgreiche Website aus der IT und Tech Branche sollte daher darauf ausgerichtet sein, die Vorteile und den Nutzen der Produkte oder Dienstleistung auf verständliche Weise zu vermitteln und die Benutzerfreundlichkeit und das UX-Design zu optimieren und somit dem Salesprozess optimal in die Karten zu spielen.
Eine Website kann also im Vertrieb auf verschiedene Weise unterstützen, indem sie Automatisierung und digitale Salesprozesse sinnvoll integriert. Zum Beispiel, indem sie die Accounts passender Interessenten identifiziert und damit dem Vertrieb wertvolle Informationen liefert. Die Website ist immer das Herzstück der digitalen Kundenreise. Umso überraschender, dass einige genau diese Erleichterung nach wie vor unterschätzen, nicht aktiv mit der eigenen Website arbeiten und sie vor allem als „digitale Visitenkarte“ nutzen.
Was dir eine gut gemachte Website bieten kann (Auszug):
Automatisierte Leadgenerierung
Mit der richtigen Ansprache und Gestaltung der Website werden potenzielle Kunden automatisch angesprochen und vorqualifiziert. Formulare und Anmeldefelder helfen dabei, Leads zu erfassen.
Personalisierte Angebote
Mit der Nutzung von Tracking- und Analyse-Tools kann das Nutzerverhalten auf der Website überwacht werden und personalisierte Angebote, basierend auf deren Interessen und Bedürfnisse geschaltet werden.
Sales-Funnel-Optimierung
Ein durchdachter Sales-Funnel beispielsweise über Landingpages, die auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen ausgerichtet sind, führen den Kunden effektiv durch den Kaufprozess, ganz ohne Kaltakquise und Co.
Chatbots und Live-Chat-Unterstützung
Durch die Integration solcher Tools können Kundenanfragen und Anliegen automatisch oder manuell mit einer sehr geringen Hemmschwelle von Kundenseite beantwortet werden und somit den Verkaufsprozess unterstützen.
IT und Tech Unternehmen haben spezielle, oft hochkomplexe Anforderungen an Verkauf und Kommunikation. Hier kommen gleich mehrere kritische Faktoren zusammen:
- Komplexe und sehr erklärungsbedürftige Produkte bzw. Lösungen
- Oft hohe „Ticketgrößen“ (Verkaufsvolumen pro Projekt/ Kunde)
- Lange Sales Cycles mit vielen Beteiligten entlang der B2B-IT-Käuferreise
- Schnelllebigkeit der Lösungen und Produkte durch exponentiellen technologischen Fortschritt
- Vertrieb und Marketing sind oft nicht ideal synchronisiert
Das stellt auch hohe Anforderungen an den Relaunch einer neuen Website, der weit über „mal eben schön machen“ hinausgeht, sofern die Website als strategisches Vertriebstool und Positionierungskommunikator genutzt werden soll. Webprojekte in der IT & Tech Branche unterscheiden sich dadurch grundlegend von vielen anderen Branchen.
Die These, dass eine Website im Vertriebsprozess keine wichtige Rolle spielt, ist schlichtweg falsch! Von solchen und anderen Potenzialverlusten ist der überwiegende Teil IT-Unternehmen wissentlich oder unwissentlich betroffen. Die Scheu das Thema anzugehen, ist jedoch meist zu groß und man verfällt unweigerlich in Handlungsstarre. Oder man scheut die „Investition“ wegen vermeintlich zu „hohen Kosten“, ohne dabei die versteckten bzw. unsichtbaren Kosten des Nichthandelns zu berücksichtigen.
Die Frage, die man sich hier aktiv stellen sollte: Was kostet es mich, das Thema nicht in Angriff zu nehmen?
Kaum eine Kaufentscheidung läuft heute ohne Online-Recherche. Egal über welchen Kanal ein potenzieller Kunde auf dich aufmerksam wird, die Wahrscheinlichkeit, dass er in seinem Entscheidungsprozess mindestens einmal auf deiner Website landet, ist sehr hoch. Die Website ist die zentrale Anlaufstelle, sie muss überzeugen! Eine gute Website ist also auch die Basis für den Erfolg späterer Marketingaktivitäten.
Wie stark Käufer sich inzwischen selbst informieren, zeigt eine 2025 veröffentlichte Gartner-Umfrage unter 632 B2B-Einkäufern: 61 Prozent bevorzugen einen Kaufprozess ganz ohne Vertriebsmitarbeiter. 69 Prozent stoßen auf Widersprüche zwischen dem, was auf der Website steht, und dem, was der Vertrieb sagt. Eine Website, die nicht zum Vertrieb passt, kostet also Vertrauen, bevor das erste Gespräch stattfindet.
Wie kommt es dazu?
Zum einen arbeiten häufig interne Marketingabteilungen an der eigenen Seite. Das ist zwar auf den ersten Blick womöglich einfacher und kostengünstiger, verhindert aber einen externen Scharfblick und führt auf Dauer zu Betriebsblindheit. Der externe Blick bringt fast immer einen erheblichen Mehrwert mit sich. Die Inhalte werden dadurch verständlicher und schärfer. Außerdem werden dadurch deutlich weniger wertvolle interne Ressourcen blockiert.
Der andere Punkt ist, dass eine Website, wenn sie überhaupt angefasst wird, oft nur „hübsch gemacht“, also re-designt wird.
Re-Design oder Relaunch?
Re-Design: Der Fokus liegt auf der Optik. Sinnvoll, wenn das Aussehen in die Jahre gekommen ist, Inhalte und Struktur aber noch aktuell sind und es keine weiteren Probleme gibt.
Relaunch: Umfasst das Re-Design und geht deutlich darüber hinaus. Struktur, Inhalte, Nutzerführung und technische Basis kommen mit auf den Tisch.
Ein reines Re-Design spart Zeit und Ressourcen, reicht aber in den seltensten Fällen aus.
Das Ergebnis ist dann eine Website, die zwar moderner aussieht als zuvor, aber kein (vertriebliches) Potenzial entfaltet.
Worauf du künftig achten solltest
Gesamtheitliches Verständnis der Customer Journey aufbauen
Kundenakquise ist bei den meisten Websites der wichtigste Faktor. Eine kritische Reflexion der Seitenaktivitäten ist unabdingbar, um die Customer Journey zu bewerten und relevante Faktoren beim Relaunch zu berücksichtigen. Eine zentrale Frage, die du dir dabei stellen solltest lautet: Kenne ich meine Kunden wirklich? Welches Problem löse ich für sie genau und warum kann ich das besser als meine Konkurrenz? Solltest du hier schon ins Straucheln geraten, musst du erst mal an deiner Unternehmensbasis arbeiten, bevor du an einen Website Relaunch oder gar die Neukundenakquise denkst. Prüfe dann auch, ob du zu früh startest.
Analyse der bestehenden Website
Relevante Kennzahlen wie Verweildauer, Absprungrate, Besucheranzahl etc. sollten vor einem Relaunch analysiert werden. Ebenso wie die Traffic Quellen: woher kommen die Besucher auf der Seite: organische Suche, Social Media, etc.? Identifiziere die Probleme und Chancen für deinen Relaunch.
Anforderungen und Ziele definieren
Rebranding, neue strategische Ausrichtung, neue Produkte? Gründe für einen Relaunch gibt es viele. Die strategischen Ziele, die Erwartungshaltung an das Ergebnis und die Marketingstrategie sollten vorab durchdacht und klar kommuniziert werden. Solche Informationen erleichtern nicht nur den Startprozess des Projekts, sondern zeigen auch auf, ob das Vorhaben der nächste logische Schritt ist, oder ob man vielleicht noch einen Schritt vorher mit den Überlegungen beginnen sollte.
Feedback von Nutzern sammeln
Hole dir vor dem Relaunch Feedback von deinen Kunden oder potenziellen Kunden ein, validiere sie und schau, was sich bei einem Relaunch verbessern lässt.
Pro Tipp: Kommuniziere zielgruppengerecht!
Der Klassiker: „Unsere Kunden kommen auch aus der IT und wissen, was wir mit XY meinen“. Ist das wirklich immer so? Mach es potenziellen Interessenten nicht schwerer als es ist und kommuniziere einfach, verständlich und auf den Punkt! Wenn auch deine Oma verstehen kann, was für ein Problem du mit deiner Lösung lösen kannst, hast du es geschafft. Am Ende gilt: Deine Botschaft muss zur Zielgruppe passen, nicht zu deinem eigenen Fachjargon.
Nutze deine Website auch nach dem Relaunch aktiv als Vertriebs- und Marketingtool
Nach dem Website Relaunch ist das Projekt abgeschlossen? Weit gefehlt! Wenn du das volle Potenzial aus deiner Seite auch langfristig schöpfen willst, solltest du nach dem Go-Live noch einen Schritt weiter gehen und in Schulungen der Mitarbeiter investieren. Wie geht man mit den neuen Möglichkeiten sinnvoll um? Das Team sollte über die Inhalte der Seite informiert sein und die Fähigkeit besitzen aktiv mit ihr zu arbeiten. Versäumt man diesen Schritt kann das zu Fehlern und Inkonsistenz im Salesprozess führen. Darüber hinaus solltest du die Aktivitäten auf deiner Website natürlich weiterverfolgen und auswerten. Vor allem dann, wenn du über digitale Leadgenerierung nachdenkst.
So erhältst du wertvolle Einblicke darüber, wie deine Kunden ticken, und wo es noch Lücken in deiner Kommunikation gibt.
Was du jetzt tun kannst
Geh die sechs Punkte oben einmal für deine eigene Seite durch. Wenn du bei der ersten Frage ins Straucheln kommst, also bei dem, welches Problem du für wen genau löst, dann fang dort an. Ein Relaunch auf wackligem Fundament macht die Website schöner, aber nicht erfolgreicher.
Du willst wissen, was deine aktuelle Seite vertrieblich liegen lässt? Dann schauen wir gemeinsam drauf. Wir gehen deine Zahlen, deine Inhalte und deine Nutzerführung durch und sagen dir, ob ein Relaunch der nächste logische Schritt ist oder ob vorher etwas anderes dran ist. Schreib uns.
Häufige Fragen
Ein Re-Design ändert die Optik. Ein Relaunch nimmt zusätzlich Struktur, Inhalte, Nutzerführung und Technik mit. Wer nur das Aussehen anfasst, bekommt eine modernere Seite ohne besseres Ergebnis.
Wenn Inhalte, Struktur oder Positionierung nicht mehr zum Geschäft passen, nicht wenn die Optik altert. Kennzahlen wie Absprungrate, Verweildauer und Anfragen pro Monat zeigen, ob die Seite ihre Aufgabe noch erfüllt.
Sechs Punkte: Customer Journey verstehen, bestehende Seite analysieren, Ziele und Anforderungen definieren, Nutzerfeedback einholen, zielgruppengerecht kommunizieren und die Seite nach dem Go-live aktiv nutzen.
Indem sie Interessenten vorqualifiziert. Dazu gehören verständlich formulierter Nutzen, ein durchdachter Weg zur Anfrage, Formulare an den richtigen Stellen und Auswertung des Nutzerverhaltens.
Erklärungsbedürftige Lösungen, hohe Auftragswerte, lange Entscheidungszyklen und ein Markt, der sich schnell dreht. Dazu entscheiden mehrere Personen mit unterschiedlichen Fragen mit. Mehr dazu steht in unserem Beitrag zur B2B-IT-Käuferreise.
Sie kennt das Produkt am besten und wird mit der Zeit betriebsblind. Ein externer Blick schärft die Inhalte und blockiert weniger interne Ressourcen. Die Grundlagen bleiben trotzdem im Haus.
Nicht sichtbar, aber messbar: Anfragen, die nicht entstehen, und Vertriebszeit für Dinge, die die Website übernehmen könnte. Wie du diese Kosten gegenrechnest, steht in unserem Beitrag dazu, was ein Lead kosten darf.
Das Team muss mit der Seite arbeiten können. Dazu gehören Schulung, Kenntnis der Inhalte und laufende Auswertung. Ohne diesen Schritt entstehen Brüche im Vertriebsprozess.
Aktualisiert am 05.10.2026
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